Historische Entwicklung

Aus dem "Geist der Gemeinschaft und der Verbundenheit" heraus wurde am 3. August 1927 die St. Hubertus Schützenbruderschaft gegründet.

Bereits auf der ersten Generalversammlung, die am 22. Januar 1928 stattfand, konnten 107 Mitglieder aus allen Teilen des Kirchspiels Neuenkirchen gezählt werden. Dem Kirchspiel Neuenkirchen gehörten seinerzeit die Gemeinden Druffel, Neuenkirchen, Oesterwiehe, Varensell und Westerwiehe an.

Nach umfangreichen Vorbereitungen wurde am 20. und 30. Juli 1928 das erste Schützenfest gefeiert.

Die erste Fahne der neu gegründeten Schützengilde zeigt das Wappen der Ritter von Varensell, auf deren Gebiet das Dorf Neuenkirchen entstanden sein soll.

Wie aus der detaillierten Vereinschronik zu entnehmen ist entwickelte sich die Schützengilde mit ihrem Vorsitzenden Dr. Franz Lackmann und ihrem Oberst Johannes Humann zu einer "aktiven und herzlichen Gemeinschaft".

Im Jahre 1937 musste die Gilde dem deutschen Schützenbund beitreten.

Im Jahre 1949, nach zehnjähriger kriegsbedingter Unterbrechung, trat der Verein dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften bei.

An dieser Stelle sei dem 1. Brudermeister des Vereins gedacht. Dr. Franz Lackmann war Ehrenbrudermeister, erstes Ehrenmitglied des Zentralverbandes der Historischen Schützenbruderschaften und Träger des Hohen Sebastianus-Orden mit Schulterband und Stern.

Bedingt durch das große Interesse am Schützenwesen stieg die Mitgliederzahl in den fünfziger Jahren stark an.

Die Mitglieder der Bruderschaft aus den Gemeinden Druffel, Varensell und Westerwiehe gründeten in den Folgejahren jeweils eigene Bruderschaften, die alljährlich zu den Schützenfesten mit dem amtierenden Königspaar, mit dem Throngefolge und einer Vereinsabordnung besucht werden.

Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Neuenkirchen stellt sich heute als einer der größten Vereine des Rietberger Ortsteils Neuenkirchen dar. Das Wappen der Bruderschaft ist nunmehr das Wappen des Ortsteils und der ehemaligen Gemeinde Neuenkirchen.

Es zeigt im oberen Teil die Kirche von Neuenkirchen auf goldenem Grund, im unteren Teil den goldenen Bundesadler auf rotem Grund.

Die vergangenen Jahrzehnte waren und sind geprägt von den Ehrenbrudermeistern Dr. Franz Lackmann(+), Karl-Heinz-Humann (+), Bernhard Liening (+), Meinolf Hell, Michael Streiß und dem amtierenden Brudermeister Klaus Henkenherm sowie den Obristen Johannes Humann (+), Georg Spieker(+), Ehrenoberst Erwin Kröger, Ex-Oberst und Ehrenmitglied Michael Streiß und Oberst Hermann Becker.

Unser 75-jähriges Jubiläum im Jahre 2003 wurde unter der Regie von Brudermeister Meinolf Hell und Oberst Michael Streiß zu einem großartigen Meilenstein in der langen Geschichte unserer Bruderschaft.

Am 2. Wochenende im Juli findet alljährlich das traditionelle Schützenfest statt.

Zum Gelingen des Festes tragen, teilweise schon seit Jahrzehnten, der Musikverein Westerwiehe, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen, der Fanfarenzug der Grafschaftler Rietberg und der Männergesangverein Neuenkirchen, sowie viele aktive Schützenschwestern und Schützenbrüder bei.

Die Beteiligung an den Prozessionen zu Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sind ein fester Bestandteil im Vereinsjahr. Am Samstag vor dem 1. Advent wird alljährlich ein großer Winterball als Abschluss und Ausklang der Vereinsaktivitäten gefeiert.

Drei Schützenkompanien, eine Damenkompanie, die Fahnenschläger der Fahnenoffiziere, die Jungschützenabteilung und die Fahnenschwenkerabteilung sowie die Gruppe der Bezirkswarte, die Platzmeister mit ihren aktiven Helfern des Aufbautrupps sowie nicht zueltzt die erfolgreiche Abteilung der Sportschützen sind Garanten für ein auch zukünftig herrschendes reges Vereinsleben in der Bruderschaft.